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Der Kammerchor - das kleine Ensemble im KMGV

Der Kammerchor im Konzert
Der Kammerchor im Konzert

Mit dem Kammerchor hat sich der Kölner Männer-Gesang-Verein im Jahre 2006 ein kleines Ensemble in den eigenen Reihen geschaffen, das den großen Chor unterstützt und zugleich eigene Auftritte absolviert. Bereits zuvor gab es für doppelchörige Stücke einen so genannten "kleinen Chor" mit wechselnder Besetzung.

Außerdem existierte 25 Jahre lang das Doppel-Sextett, das zwar keine offizielle Gruppierung des KMGV war, aber ausschließlich aus Vereinsmitgliedern bestand.
Die Gründung des Kammerchors diente dem Ziel, durch zusätzliche Auftritte das Erscheinungsbild des KMGV in der Öffentlichkeit zu verbessern. Mit der Einstudierung anderer Lieder als im großen Chor wird das Gesamt-Repertoire des KMGV erweitert. Außerdem gewinnt der Verein an Flexibilität, da der kleinere Kammerchor schneller und einfacher auf Anfragen reagieren kann. So tritt der gesamte Verein stärker in Erscheinung. Schließlich hilft der Kammerchor auch bei der Gewinnung neuer Sänger, denn vor allem Konzerte schaffen bei den Zuhörern ein Interesse am Mitsingen.

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Eigenständiges Repertoire

Der Kammerchor verfügt über ein umfangreiches und eigenständiges Repertoire. Dazu gehören Lieder, die aufgrund ihrer Komposition von vorneherein eher für ein kleineres Ensemble als für einen großen Männerchor gedacht waren. Aber die Programmvielfalt umfasst auch Stücke aus großen Messen und umfangreiche Kompositionen wie die Antigone von Mendelssohn, die sowohl einzeln vom Kammerchor als auch komplett gemeinsam mit dem großen Chor zur Aufführung kommen. Als »kleiner Chor« im großen Gesamtklang des gut 150 Sänger starken KMGV übernimmt der Kammerchor bei Konzerten einzelne Partien großer Chorwerke, bei denen der spezielle, schlankere Klang des Volkalensembles gefragt ist. 

Die Probenarbeit im Kammerchor unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der im großen Chor. Allerdings liegt auf der Hand, dass die Übungen in einer kleinen Gruppe von derzeit rund 30 Sängern deutlich intensiver ausfallen, die einzelne Stimme mehr Anteil am Chorklang hat als in einem Chor mit über 120 Sängern.

Der Kammerchor probt zwischen März und September, also außerhalb der für die Einstudierung und Aufführung des alljährlichen Divertissementchens fest eingeplanten Zeit, an einem zusätzlichen Tag in der Wolkenburg. Die Proben werden – wie beim großen Chor – vom musikalischen Leiter Bernhard Steiner und seinem Assistenten Christopher Brauckmann geleitet.

Projekte & Termine

Im Jubiläumsjahr 2017 ist der Kammerchor im Kölner Männer-Gesang-Verein überwiegend in die Einstudierung der für die verschiedenen Konzerte zum 175-jährigen Bestehen des KMGV geplanten Programme eingebunden.

Als eigenständigen Klangkörper können Sie den Kammerchor hier erleben:

03. September 2017: Im Rahmen der »Classic Nights« gibt der Kammerchor das Matinee-Konzert »Romantische Chormusik« im Kreuzgang der Abtei Brauweiler.

Der Kölner Männer-Gesang-Verein ist in seiner Vielseitigkeit einzigartig in der Kölner Kulturlandschaft. Neben großen Chorkonzerten und dem Divertissementchen der »Cäcilia Wolkenburg « hat er aus den eigenen Reihen ein kleineres Ensemble hervorgebracht: den Kammerchor des Kölner Männer-Gesang-Vereins. Er ist offen für das Repertoire des intimeren romantischen Chorliedes, das im Mittelpunkt des ersten Konzertteils stehen wird. Im zweiten Konzertteil wird es bunt: Neben Ausschnitten aus beliebten Opern und Operetten erwarten die Zuhörer u. a. Barbershop-Songs.

Historie der kleinen Ensembles

Kammerchor des KMGV
Kammerchor des KMGV

Seine Entstehung verdankt das kleine Ensemble unter anderem der Tatsache, dass immer mal wieder ein kleiner Chor im großen Chor benötigt wurde. Als Meilenstein gilt hier die Aufführung der Pizzicato-Polka (a cappella) bei einem Straußkonzert in der Philharmonie im Jahre 2003. Aber auch der Umstand, dass besonders ambitionierte Sänger zusätzliche Aufgaben forderten, trug zur Gründung eines Vorgängers des Kammerchores bei. Sie brachten ganz konkret den Wunsch zum Ausdruck, in kleinerer Besetzung anspruchsvolle Literatur zu singen. Anfangs erhielt die Gruppe die Bezeichnung "Projektchor", was auch den Versuchscharakter der Idee ausdrückte. Nach einer Übergangsphase als "kleiner Chor" wurde der Kammerchor fest installiert.

Mit dem Kammerchor übt der musikalische Leiter das »filigrane Musizieren jenseits des Monumentalerlebnisses KMGV«. Als »Spielwiese für Freaks« versteht Dirigent Bernhard Steiner das Ensemble, das für ihn »nur als Ergänzung zum Gesamtchor denkbar« ist. Andererseits werde der Kammerchor langfristig auch zusätzliches Publikum erschließen und dazu beitragen, dass der KMGV immer mehr als Chor und nicht nur als Synonym der Cäcilia Wolkenburg angesehen werde, ist Bernhard Steiner überzeugt.

Seinen ersten großen und eigenständigen Auftritt absolvierte der Kammerchor bei der Lit.cologne 2010. In einer Matinee widmete sich die beliebte Literaturveranstaltung erstmals dem Thema des "gesungenen Wortes". Neben Volksliedern erklangen Dichtungen von Körner, Goethe, Schiller, Heine und Eichendorff in Vertonungen von Weber, Beethoven, Schubert und Schumann.