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KMGV-Jahreskonzert 2014: Die Ödipus-Trilogie

KMGV-Jahreskonzert 2014
KMGV-Jahreskonzert 2014: Die Ödipus-Trilogie

Die thematische Klammer des Abends bildet König Ödipus, die tragische Gestalt aus der griechischen Mythologie. »Ödipus«, antwortet der musikalische Leiter des KMGV, Bernhard Steiner, auf das Leitmotiv des kommenden Jahreskonzerts angesprochen, »ist sicher ein spannendes Thema – zumal, wenn es von einem reinen Männerchor dargeboten wird«.

Musikalisch bereitet der Kölner Männerchor das Thema aus drei verschiedenen Stil-Richtungen auf: Mittelpunkt des philharmonischen Konzerts wird das Opern-Oratorium »Ödipus Rex« von Igor Strawinsky (1882-1972) bilden. 1925 begann Strawinsky, einer der bedeutendsten Vertreter der sogenannten »Neuen Musik«, mit der Arbeit an der zweiaktigen Oper. Strawinsky selbst wählte für das Ödipus-Libretto die lateinische Sprache, um dem Stück einen mythischen, beschwörenden Charakter zu geben.

Jahreskonzert vereint Belcanto, Romantik und Neue Musik

Völlig anders hat sich Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) der Tragödie »Ödipus auf Kolonos« genähert. Seine »Schauspielmusik« besteht aus einer Orchester-Einführung und neun Nummern, in denen nur die Chöre aus Sophokles’ Drama vertont werden. Musikalisch ähnelt die Schauspielmusik stark der beim Publikum viel geläufigeren »Antigone« des vielleicht bekanntesten Komponisten der Romantik.

Gioachino Rossini (1792-1868) steuert mit seiner Vertonung des Ödipus-Mythos den dritten musikalischen Aspekt zum diesjährigen Philharmonie-Konzert des KMGV bei: Mit großen Männerchor-Partien und italienischem Libretto verstärkt Rossini die Stimmung von Verlassenheit und Fremdheit in seiner Tragödien-Vertonung.