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KMGV-Jahreskonzert 2008: Griechische Tragödie mit Nervenkitzel

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, in den Sekunden nach dem letzten Ton von Orchester und Chor und dem lösenden Applaus des Publikums in der Kölner Philharmonie. Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass die Vermutung von Felix Mendelssohn Bartholdy, nach der griechische Tragödie ganz nah an der Gegenwart liegt, richtig war, wäre er im Rahmen dieser Aufführung erbracht worden. Mit einem ergreifenden Spiel zwischen hervorragenden Schauspielern - Maria Schrader als Antigone und Franz Mazura als Kreon seien stellvertretend genannt - und den Sängern des KMGV gewann die Aufführung der Tragödie "Antigone" eine Kraft, die kaum ein Mitspieler in dieser Form erwartet hatte.

Bis kurz vor der ersten Probe mit allen Schauspielern waren auch im Chor kritische Stimmen zu vernehmen gewesen, die vor allem die schwere Verständlichkeit des Textes ansprachen. Aber schon in diesen szenischen Proben machte sich ein Stimmungswechsel bemerkbar. Die tiefe Kraft des Stückes von Sophokles begann zu wirken und für eine große Zahl von Sängern werden die Aufführungen in Remscheid, Köln, Koblenz und Hamburg dauerhaft zu den großen Highlights ihres musikalischen Wirkens im Kölner Männer-Gesang-Verein zählen.    

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