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Klüngeln mit Phantasie

Szene aus dem Zillche "Klüngel op joot Kölsch"
Szene aus dem Zillche "Klüngel op joot Kölsch"

Eine Fülle von brisanten Themen standen im Jahr 2009 auf dem Spielplan der Cäcilia Wolkenburg. "Klüngel op joot Kölsch" – so der Titel des Divertissementchen 2009 – nahm die besonderen Finanzierungsgewohnheiten über Fondsanlagen der ehrenwerten Kölner Gesellschaft ebenso aufs Korn, wie den Sanierungsbedarf des Opernhauses der Stadt.

Mit spitzer Feder nahmen Autor und Regisseur die Vorgänge um den berühmten Oppenheim-Esch Fond auf und persiflierten die kölsche Mentalität des Klüngelns auf feinste Art. Als das Stück geschrieben wurde, war nicht zu erahnen, dass schon wenige Jahre später die traditionsreiche Kölner Privatbank Sal. Oppenheim unter das Dach der Deutschen Bank würde flüchten müssen. Ebenso wenig konnte man wissen, dass die "ausgeklüngelten" Verträge zum Bau der neuen Messehallen in Köln-Deutz einer rechtlichen Prüfung durch europäische Gerichte nicht standhalten würde.

Daran, dass sich der marode Zustand des Opernhauses auch darauf zurück führen lässt, dass über viele Jahre zu wenig Geld in den Erhalt der baulichen Substanz investiert wurde, besteht zwischenzeitlich auch kein Zweifel mehr. So war das Spiel eines unglücklichen Phantoms der Oper, in den Katakomben der Oper lebend, nur ein Sinnbild für die Versäumnisse, die in der Stadt Köln über viele Jahre ohne Zweifel zu verzeichnen waren. Ein brisantes Stück mit Aussagekraft.

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